
Die pharmazeutische Industrie steht vor der Herausforderung, hochreine Prozesswässer bereitstellen zu müssen und gleichzeitig auch Anforderungen an die vollständige Unbedenklichkeit der Wässer erfüllen zu wollen. Poly- und perfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) stellen hierbei aufgrund ihrer außergewöhnlichen Persistenz und Mobilität eine besondere Herausforderung für die industrielle Wasseraufbereitung dar, da herkömmliche chemisch-physikalische Verfahren hierbei schnell an ihre Grenzen stoßen. Daher geraten aktuell ozonbasierte Advanced Oxidation Processes (AOPs) mehr und mehr in den Fokus und bieten einen vielversprechenden Lösungsansatz, da sie Ozongeneratoren mit einbeziehen können.
In diesem Vortrag werden die spezifischen Einsatzmöglichkeiten und Wirkmechanismen von ozonbasierten AOPs im Kontext pharmazeutischer Medien diskutiert. Es wird dargelegt, was PFAS im chemischen Sinne für die Betriebssicherheit einer Reinstwasseranlage bedeuten können. Im Fokus stehen dann die anlagentechnischen Möglichkeiten der Erzeugung von hochreaktiven Sauerstoffspezies, welche in der Lage sind, diese chemischen Verbindungen aufzubrechen. Hierbei spielt auch die Möglichkeit der Einbindung in bereits bestehende, effektive Reinigungsprozesse eine große Rolle. Abschließend wird mit kinetischen Daten aus aktuellen Pilotstudien dargelegt, wie sich durch effektive Betriebsführung die Belastung an PFAS nicht nur auf ein unkritisches Maß reduzieren lässt, sondern auch die Prozessführung sicher gestaltet werden kann.
