
Der Vortrag beleuchtet, warum energieeffiziente Reinräume bereits in der frühen Planungsphase beginnen und weshalb Schätzwerte oder SOP‑Vorgaben keine geeignete Grundlage für eine präzise Auslegung sind. Reinräume weisen im Vergleich zu nicht klassifizierten Bereichen einen deutlich höheren Energiebedarf auf, weshalb eine datenbasierte Planung essenziell ist. Zentral ist dabei die korrekte Festlegung der Luftreinheitsklasse gemäß ISO 14644 und EU‑GMP, die Identifikation relevanter Kontaminationsquellen sowie die Berechnung des tatsächlichen Zuluftvolumenstroms statt pauschaler Luftwechselraten. Studien zeigen, dass rund 80 % der Verunreinigungen vom Personal ausgehen, sodass Prozessanalyse, Strömungsführung und Lüftungseffektivität entscheidende Einflussgrößen darstellen. Experimente belegen, dass optimierte Luftverteilung und richtig platzierte Ablufteinlässe die Contamination Removal Effectiveness deutlich verbessern können. Der Vortrag schließt mit dem Appell, vorhandene Werkzeuge wie datenbasierte Volumenstromberechnung, Strömungseffizienzbewertung und Demand Controlled Filtration konsequent zu nutzen, um Energie einzusparen und Reinräume zugleich sicherer und effizienter zu gestalten.

