CleanroomProcesses

Lounges 2024 Karlsruhe
Marketingvortrag
23. April 2024
Raum: 9
15:30
-
16:00 Uhr
Kleinchargenabfüllung – Effizient. Flexibel. Modular.

Stichpunkte:

Anpassung an sich ändernde Marktanforderungen
Verbesserung der Produktionseffizienz
Kostensenkung
Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards
Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Die Pharmaindustrie verzeichnet einen erheblichen Anstieg der Nachfrage nach flexiblen und vielseitigen Fertigungsprozessen, um die Herstellung verschiedener Pharma-Produkte zu ermöglichen. In diesem sich ständig wandelnden Umfeld spielen flexible Mehrprodukt-Abfüll- und Verpackungsanlagen eine entscheidende Rolle. Diese Präsentation gibt einen Überblick über die innovativen Lösungen für Mehrprodukt-Abfüll- und Verpackungsanlagen. Das Ziel besteht darin, die Effizienz und Produktivität zu steigern und gleichzeitig die strengen behördlichen Anforderungen der pharmazeutischen Produktion zu erfüllen.
Vorsterilisierte Verpackungen sind bereits seit geraumer Zeit ein wesentlicher Bestandteil der pharmazeutischen Produktion. RTU-Spritzen haben sich aufgrund ihrer erheblichen Vorteile auf dem Markt durchgesetzt. Da der Schwerpunkt auf dem Kernprozess, nämlich dem Abfüllen pharmazeutischer Produkte, liegt, wurden vorgelagerte Prozessschritte wie Reinigung und Sterilisation ausgelagert.
In den letzten Jahren folgten RTU-Vials und Karpulen diesem Trend. Die Vermeidung von Glas-zu-Glas-Kontakt und die Flexibilität bei der Verarbeitung verschiedener Verpackungsmaterialien auf einer Maschine spielen dabei eine entscheidende Rolle. Allerdings bringen RTU-Objekte auch einige Herausforderungen mit sich, wie beispielsweise den sterilen Transfer in den Reinraum und Inspektionsprozesse wie 100% IPC oder Bördeln. Der neue Lösungsansatz im Bereich der Kleinchargenabfüllung verspricht eine innovative und zukunftsorientierte Lösung. Die sich ständig wandelnde Pharmabranche unterliegt kontinuierlichen Veränderungen, begleitet von stets neuen Prozessen, Herausforderungen und Entwicklungen, die bewältigt werden müssen. Daher ist es entscheidend, die Herangehensweise rasch an die sich ändernden Zeiten anzupassen – Flexibilität spielt dabei eine zentrale Rolle.
In der pharmazeutischen Produktion bieten flexible Mehrprodukt-Abfüll- und Verpackungsanlagen zahlreiche Vorteile, die es pharmazeutischen Unternehmen ermöglichen, ihre Effizienz, Flexibilität und Gesamtproduktivität zu steigern. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

1. Produktvielfalt: Mehrprodukt-Abfüll- und Verpackungsanlagen können eine Vielzahl von pharmazeutischen Produkten verarbeiten, einschließlich Flüssigkeiten und lyophilisierte Produkte. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es Herstellern, verschiedene Präparate ohne umfangreiche Umrüstung oder Neukonfigurierung der Anlage herzustellen.
2. Kürzere Umrüstzeiten: Der modulare Aufbau und die Anpassungsfähigkeit dieser Anlagen ermöglichen schnelle Produktwechsel. Dies reduziert Standzeiten und erhöht die Gesamteffizienz der Produktion.
3. Kosteneinsparungen: Da nicht für jedes Produkt eine neue Anlage benötigt wird, können Pharmaunternehmen bei der Einrichtung, dem Platzbedarf und den Wartungskosten einsparen.
4. Qualitätssicherung: Diese Anlagen sind häufig mit integrierten Qualitätssicherungsmaßnahmen wie Gewichtskontrollen und Kamera-Inspektionssystemen ausgestattet, die eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte gewährleisten.
5. Einhaltung von Vorschriften: Mehrprodukt-Abfüll- und Verpackungsanlagen sind darauf ausgelegt, sowohl die gesetzlichen Vorschriften als auch die cGMP-Anforderungen (Good Manufacturing Practices) für die pharmazeutische Industrie zu erfüllen bzw. zu übertreffen.
6. Flexibilität in der Verpackung: Neben der Abfüllung können diese Anlagen auch für unterschiedliche Verpackungsformate wie Vials, Spritzen und Karpulen angepasst werden, um flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können.
7. Nachhaltigkeit: Viele moderne Mehrprodukt-Abfüllanlagen sind mit Blick auf Nachhaltigkeit konzipiert. Sie optimieren den Energieverbrauch, reduzieren Abfall und setzen umweltfreundliche Materialien und Technologien ein.
8. Minimierung von Kreuzkontamination: Modernste Reinigungs- und Sterilisationsverfahren werden häufig eingesetzt, um das Risiko einer Kreuzkontamination zwischen verschiedenen Produkten zu minimieren.
Fazit: Flexible Mehrprodukt-Abfüll- und Verpackungssysteme ermöglichen es Pharmaherstellern, sich an die sich ändernden Marktanforderungen anzupassen, die Produktionseffizienz zu steigern und die Kosten zu senken, während gleichzeitig hohe Qualitätsstandards in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Diese Anlagen sind eine wichtige Voraussetzung für Pharmaunternehmen, um in einer sich wandelnden und anspruchsvollen Branche wettbewerbsfähig und flexibel zu bleiben.

Haupt-Referent*in:
Bernd Wieland
Bausch + Ströbel SE + Co. KG