
Zellkulturen in Bioreaktoren sind – vereinfacht gesagt – Säugetierzellen, die in sehr teurem Wasser suspendiert sind. Der Bioreaktor, der die Zellkultur enthält, befindet sich in einer kontrollierten Umgebung mit streng geregelter Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Dadurch wird das Abluft- bzw. Entlüftungssystem des Bioreaktors zu einer wesentlichen Barriere zwischen zwei kontrollierten Umgebungen, die niemals miteinander in Kontakt kommen dürfen.
Diese Präsentation konzentriert sich auf die drei Elemente des Entlüftungssystems, die die Leistung von Reinräumen (BSL-1 und BSL-2) beeinflussen. Der Filter trennt den Inhalt des Bioreaktors vom Reinraum und muss korrekt ausgelegt sein, um Verblockung oder ein Versagen zu vermeiden. Der Filterheizer unterstützt die Verdampfung von in der Membran eingeschlossener Feuchtigkeit, sodass diese entlang des Entlüftungspfads abgeführt werden kann. Der Kondensator kühlt den Dampf im Bioreaktor, sodass WFI zurückgewonnen werden kann, bevor dieser den Reinraum verlässt.
Darüber hinaus behandelt die Sitzung das Management von Feuchtigkeit und Kondensat, wenn die Entlüftung nicht aus dem Raum herausgeführt ist, sowie die Auswirkungen von Feuchtigkeit aus dem Filter auf die Reinraumbalance und die Umweltbedingungen.
Zentrale Erkenntnisse für die Teilnehmenden:
Wie Entlüftungssysteme die Druckstabilität und Feuchteregelung im Reinraum beeinflussen
Welche Ursachen zu Filterverblockung oder -versagen führen und wie sich dies vermeiden lässt
Wie Heizer und Kondensatoren das Feuchtigkeitsmanagement in klassifizierten Bereichen unterstützen
Wie einfache Reinraum-Designelemente die Leistung des Entlüftungssystems beeinflussen können
Wie ein wirksames Entlüftungsdesign das Kontaminationsrisiko reduziert und die Betriebssicherheit erhöht

